Tipps, Empfehlungen und News aus dem Web.
Als Freelancer habe ich immer wieder Kunden, die nur einen kleinen Web-Auftritt mit wenigen, meist statischen Seiten wollen. Sie wollen Ihre Firma im Internet darstellen, aber keine aktuellen Nachrichten publizieren. Das sieht also alles so aus, als wäre eine statische Website angesagt. Das Problem kommt, kaum ist die Website online. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen kommt ein Anruf mit immer dem gleichen Anfang: „Herr Baier, könnten Sie mal kurz… “. Und damit meint der Kunde meistens: „Mach mir mal ‘ne Änderung, aber schnell. Und weil es nur eine Minute dauert, wirst Du doch wohl keine Rechnung schreiben?“
Auch statische Websites werden immer mal wieder geändert. Daher habe ich mir schon vor ein Paar Jahren angewöhnt, auch bei statischen Websites ein CMS im Hintergrund zu installieren, damit die Änderungen schnell, manchmal sogar vom Kunden selbst gemacht werden können. Und WordPress würde sich dafür anbieten, wären da nicht ein paar kleine Hürden zu überwinden.
Die erste Hürde ist das Backend von WordPress. Da WordPress ja als Blog-Software konzipiert ist, stehen hier die Beiträge im Vordergrund, die statischen Seiten gibt es nur als Beigabe. Das heißt konkret, wenn man im Backend auf „Schreiben“ oder „Verwalten“ geht, ist man zuerst bei den Beiträgen und muss gezielt nochmals klicken, um zu den Seiten zu kommen. Und da ist es natürlich vorprogrammiert, dass man gleich darauf die Sekretärin des Kunden am Telefon hat: „Ich habe da gerade eine neue Seite geschrieben, aber die taucht auf der Website gar nicht auf.“
Sie hat natürlich keine Seite geschrieben, sondern einen Beitrag. Und da die Site ja statisch ist, werden Beiträge gar nicht erst ausgegeben. Abhilfe schaft hier ein kleines Plugin von Ryan Hellyer. Es beseitigt aus dem Backend alles, was man für eine statische Website nicht braucht: Beiträge, Kommentare, Trackbacks, Pings, Kurzfassungen etc. Übrig bleibt nur das, was man zum Betrieb einer statischen Website wirklich braucht. Das Plugin benötigt eine WordPress-Installation=> 2.5.
WordPress-Plugin SimpleCMS: Plugin-Seite | Download
Aber das mit dem Backend ist natürlich nicht die einzige Hürde auf dem Weg zum „WordPress-CMS“. Was man natürlich auch noch braucht, ist ein entsprechendes Theme, bei dem alle nicht benötigten Ausgaben entfernt wurden. Dinge wie Kategorien, Tags, Meta-Daten, letzte Kommentare etc. haben auf einer statischen Seite nichts zu suchen. Und auch die Blog-übliche Ausgabe von Beiträgen in umgekehrter Zeit-Reihenfolge hat hier nichts zu suchen.
Aber zum Glück hat Ryan auch hier vorgesorgt. Sein Theme SimpleCMS ist ein idealer Ausgangspunkt für eigene Entwicklungen, da hier schon alles auf das wirklich nötige reduziert wurde.
WordPress-Theme SimpleCMS:
Live-Demo
Theme-Website
Download
Mit diesem Plugin und diesem Theme (beides gefunden via HackWordPress) kann man ganz schnell eine statische Website mit einem CMS hinterlegen, das Dank WordPress super simple zu bedienen ist. Da frage ich mich nur gerade, warum ich mir diese zwei Digen nicht schon vor langem selbst geschrieben habe?!?
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33 Kommentare
Kann man denn trotzdem noch Plugins verwalten? Angenommen ich möchte ein Gästebuch verwalten für eine Website.
@markus>
Ja natürlich. die Einschränkungen gelten natürlich nicht für den Administrator. Aber vielleicht liest Du Dir ja mal durch, was der Autor des Plugins dazu schreibt.
Super, so ein minimalistisches CMS suche ich schon seit Ewigkeiten. Da ich mich mit Wordpress auskenne ist das natürlich noch besser, da es ein ähnliches Backend ist.
Kann man es eigentlich auch irgendwie so machen, dass man die Blogfunktionen dann quasi in den Newsbereich packt oder so? Wenn nicht wäre es wohl auch nicht schlimm.
Meine Kunden werden sich freuen, dass sie endlich ein CMS zu ihren Seiten bekommen und ich hab endlich wieder mehr Zeit ^^
Gruß
Wishu
Kann es sein, dass das ganze mit Wordpress 2.5.1 nicht funktioniert?
Ich habe es gerade probiert und wenn ich auf ‘Schreiben’ drücke, kommt immer noch ‘Artikel’ als erstes. Es hat sich nichts verändert.
Gruß
Wishu
@ Wishu >
Läuft Prima mit 2.5.1. Ich vermute mal, Du hast die Installationsanweisung nicht gelesen.
Du musst erst das Plugin auf den Serve kopieren, dann aktivieren, dann unter Einstellungen/SimpleCMS die gewünschten Menüpunkte auswählen und die Konfiguration abspeichern.
Und das ganze geht natürlich nur, wenn man nicht als Administrator angemeldet ist. Wenn auch der Admin betroffen wäre, dann könntest Du Dein Blog ja nach der Aktivierung nicht mehr administrieren.
Nein ich habe die Anleitung nicht gelesen, das stimmt.
Bisher war dies nicht notwendig. Diesmal hätte ich es tun sollen. Tut mir leid, dass ich dir extra Arbeit gemacht habe.
Ich bedanke mich für diese sehr kompetente Antwort. Anders habe ich es nicht von einem so genialen Menschen erwartet.
Auf das mit dem Admin wäre ich nie alleine gekommen.
Gruß
Wishu
Ok, zu früh gelobt. Artikel ist auch noch unter dem Rang ‘Redakteur’ zu finden. Das ACP sieht zwar ziemlich kastriert aus, doch leider sind genau die Sachen noch da, die ich unbedingt weg haben wollte (Kommentare, Artikel schreiben/verwalten)
Ich werde es zur Not morgen nochmal richtig probieren.
Gruß
Wishu
Ok, auch wenn ich jetzt vielleicht hier zu sehr rumspamme (tut mir auch leid) Es scheint zu funktionieren. Nur leider nicht mit dem ‘Admin Drop Down Menu’ ( http://planetozh.com/blog/my-p.....-down-css/ ) Plugin
Kannst du näheres dazu sagen?
Denn wenn es damit nicht richtig funktioniert (Die Links die sich verändert haben, sind einfach nur im Dashboard zu finden) kann ich es nicht gebrauchen.
Denn diese Lösung ist erstens auf englisch(könnte man übersetzen) und zweitens absolut umständlich.
Schade dass ich kein PHP kann, sonst würde ich mich dran machen es zu optimieren.
Gruß
Wishu
@ Wishu >
Ist ja eigentlich auch klar. Beide Plugins greifen in die Menüfunktionen des Backends ein. Dass sie sich dabei in die Quere kommen, ist nicht wirklich verwunderlich.
Aber da man mit SimpleCMS ja nur noch wenige Menüpunkte hat, braucht man das Drop-Down-Menü ja vielleicht gar nicht mehr.
Aber vielleicht hat das ja auch alles sein Gutes: Dies ist doch ein prima Anlass, mal über ein PHP-Studium nachzudenken, oder?
Gut dann die nächste Frage. Ich will das Plugin ‘Admin Drop Down Menu’ so umschreiben, dass es nur bei UserLevel 10 aktiv ist. wie kann ich dies tun?
Also
if ()
{
//Der komplette Plugincode
}
Soweit bin ich schon ^^ Nur die frage ist, was kommt in () ?
Gruß
Wishu
@ Wishu >
Du möchtest einen Tip? Lass es. Das ist nichts für Leute, die von sich selbst behaupten, kein PHP zu können. Da kannst Du Dir ganz schnell eine riesige Sicherheitslücke in Dein Backend bauen, wenn Du das nicht richtig machst.
Warum kontaktierst Du nicht den Autoren des Plugins und fragst ihn, ob er das nicht als Alternative machen möchte? Vielleicht findet er die Idee ja auch gut.
Super, danke für die Tipps. Bin grade auch dabe, meine Websites von statisch auf CMS umzustellen. Bisher habe ich dafür „PicoCMS“ benutzt oder ein einfaches Wordpress-Template, z.B. von Vlad-Designs. Das von dir genannte gefällt mir jedoch auch sehr gut, werde das mal installieren.
tja, die links sind leider alle down.
wer kann helfen?
Ich finde es wichtig, einigen Benutzern die Zugriffsrechte sehr stark zu beschneiden. Meiner Tante habe ich mit Wordpress eine kleine Website für Ihre Ferienwohnungen gebaut, wenn Sie mal eine News schreiben möchte, habe ich sorge, Sie könnte in einem Admin Backend zu viel falsch machen…
Das ist ja sehr schön, was du machst .Ich finde deine Arbeit echt sehr gut.Ich finde hier ja immer was interessantes zum Lesen.Danke.
Vielen Dank für den Artikel!
Leider ist er ja schon etwas älter…wie wärs mal mit einer Neuauflage inkl. funktionierender Links?
Auch ein Dankeschön von mir, bin echt begeistert:)
tolle seite. hat mir sehr geholfen, arbeite auch mit wordpress.
Eine Neuauflage wäre super.Das Thema Worpress ist immer noch aktuell.
Benutze auch wieder Wordpress, nach schlechten Erfahrungen mit contenido
Tolle Seite. Danke für die Tipps!
Benutze auch WP und bin super zufrieden!
ja wordpress is auch super super als CMS
Habe mich mal mit wordpress kurz beschäftigt und fand Wordpress total Easy kann es im Gegensatz zu anderen CMS Systemen unbeschränkt weiter empfehlen
Super, danke für die Tipps. Bin grade auch dabe, meine Websites von statisch auf CMS umzustellen. Bisher habe ich dafür „PicoCMS“ benutzt oder ein einfaches Wordpress-Template, z.B. von Vlad-Designs. Das von dir genannte gefällt mir jedoch auch sehr gut, werde das mal installieren.
Eigentlich kann man mit Wordpress nicht viel falsch machen. Ist zwar nicht das beste CMS, aber sehr einfach zu bedienen. Außerdem gibt es sehr viele Plugins!
Das wichtigste bei einem CMS ist die Anzahl den Entwicklern, die bereit sind es wieter zu entwicklen und neue Erweiterungen zu programmieren. Mit Wordpress kann man problemlos webseiten, die nur aus statischen seiten bestehen, zu erstellen
Es gibt zwar viele gute Alternativen zu Wordpress, aber diese sind nicht immer die Besten. Für einfache Seiten gibt es in meinen Augen keinen wirklich guten Ersatz. Vor allem in bezug auf SEO
Mittlerweile gibt es da schon viele andere gute CMS…glaub mir
Herzlichen Dank für die Tipps, mir hat blogpimp auch sehr geholfen…
lg steffen
Vom CMS her ist Wordpress schon ganz gut. Allerdings haben viele Leute hier recht, wenn man einen Fehler beim Programmieren macht, kann viel kaputt gehen bzw. große Sicherheitslücken entstehen.
Leider leidet die Stabilität auch bei großen Besucherzahlen. Zudem gibt es mittlerweile schon andere gute Alternativen
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